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Freitag, August 10, 2012

Iyengar Yoga - Eine Erläuterung

Oft werde ich gefragt: "Wie heisst die Yoga Art nochmal, die Du lernst?" 
Es ist "Iyengar Yoga".
"Ach so - was heisst denn das?" 
"Das ist nach unserem Guruji benannt. Dem inziwschen 94-jährigen B.K.S. Iyengar". 
"Ach so. Ist das wie Vinyasa Yoga oder Hatha Yoga"?
"Hatha ist die Mutter aller inzwischen existierenden Yoga Arten. Vinyasa ist eine Stilrichtung davon. Beim Vinyasa Yoga werden die einzelnen Posen zu einer fliessenden Abfolge verbunden. Es wird auf die perfekte Verbindung zwischen dem Atem und der Abfolge der Posen gelegt.
Iyengar Yoga ist also auch "Hatha Yoga nach der Iyengar Methode" und bei dieser Stilart liegt die Betonung auf die korrekte Ausrichtung des ganzen Körpers in jeder Yoga-Haltung liegt. Dies schafft Kraft, Ausdauer, Balance und Flexibilität.
Nach Expertenmeinung weltweit handelt es sich hierbei um das medizinisch-orthopädisch präziseste Yoga."
"Was? Medizinisch-orthopädisches Yoga? Wie soll das denn gehen?"

Dieses Video hier zeigt, wie Dr. Geeta Iyengar (Gurujis Tochter) eine medizinische Yoga Stunde im Ramamani Iyengar Memorial Institute in Pune, Indien unterrichtet. Hierbei werden die Patienten mit Hilfe von Hilfsmitteln (Stühle, Decken, Kissen etc. – den sogenannten "Props" – in die verschiedenen Posen gebracht.
Da mag sich nun der ein oder andere fragen:
"Wieso das denn? Wenn jemand nicht beweglich ist, dann kann er die verschiedenen Posen halt nicht machen. Was soll das denn bringen?"
Ganz einfach: Die Props bringen den Patienten nicht nur in die gewünschte Pose, sondern sie ermöglichen auch gesundheitlich stark eingeschränkten Menschen von den positiven Wirkungen der Yogapraxis zu profitiern; anderseits ermöglichen Sie eine Intensivierung der Wirkungen bis in die organische und mentale Ebene.



Deswegen ist Iyengar Yoga auch ein lebenslanger Lernprozess. Es ist sehr vielschichtig: Iyengar Yoga verbindet die Entwicklung von Körperbewusstsein (ein verfeinertes Körperbewusstsein eröffnet die Möglichkeit blockierte Bereiche des Körpers zu befreien) und die inneren Prozesse des Körpers (auf psychischer und mentaler Ebene wird man sich der Emotionen bewusst, auch lange verdeckter, die sich in Muskeln und Gelenken manifestiert haben) Wir lernen loszulassen! Körperliche Blockaden lösen sich, und Gelassenheit auch in stressigen Situationen wird möglich.) Das mag sich vielleicht für den ein oder anderen etwas esoterisch anhören, aber ich arbeite gerade an meinen absolut schrecklich verspannten Schultern. Das "Öffnen" dieser verspannten Körperteile ist harte - und oftmals auch recht schmerzhafte - Arbeit. Ich musste lachen (und auch darüber nachdenken), als meine Lehrerin letztens wieder meine Arm- und Schulterposition korrigierte (Autsch!) und dabei meinte " Just think about it. We often tend to hold all our "shoulds" in our shoulders. It will be painful and there will be pain. But work on open those areas! It might take years!" YEARS!!!! Super - da habe ich 37 Jahre an der Verspannung meiner Schultern gearbeitet und nun kann ich wahrscheinlich die nächsten 20 Jahre an der Öffnung arbeiten.

Nun wird vielleicht auch klar sein, weshalb die Ausbildung zum Iyengar Yoga-lehrer nicht ein 12-wöchiger Lehrgang (wie so manche andere Yoga-"Ausbildungen") sein kann. 
Unsere Schüler vertrauen uns nicht nur ihren Körper, sondern auch ein Stück weit ihre Seele an. Und das bedeutet eine grosse Verantwortung unsererseits! Wir lernen nicht nur unsere Schüler mit Anweisungen (verbal) zu unterrichten, sondern sie auch durch Berührungen und gezielte Hilfestellungen zu führen und zu korrigieren.
Nicht umsonst lernen wir neben den Asanas (Posen) und Pranayama (Atemtechnik) intensivst Anatomie, Physiologie und "Teaching Ethics".
Die Ausbildung ist streng (das erfahre ich gerade am eigenen Leib) und dauert viele Jahre. Erst durch die (erste) Zertifizierung darf man sich offiziel "Iyengar Yoga Lehrer nennen.
(Und dann folgen viele weitere Prüfungen, wo man sich Level für Level "nach oben" arbeitet" ... aber das würde nun zu weit gehen!)
Noch Fragen?  

Setu Bandha  Sarvangasana (Bridge Pose) ohne Props
Setu Bandha Sarvangasana (Bridge Pose) mit Props
 

Montag, April 02, 2012

Yogathon

Am Sonntag war es soweit: der Yogathon 2012. Mein allererster Yogathon.
108 Posen in 3 Stunden. 
Im Gegensatz zu den Stunden, die üblicherweise besuche, war das hier kein "workshop" oder eine Yoga-Stunde, wo man etwas lernt. Es war eher eine "practice". Es wurde nicht vierl erklärt ...
Geleitet wurde der Yogathon von 12 sehr, sehr erfahrenen Lehrern - insgesamt waren dort an die 215 Unterrichts-Praxis vertreten. Das war unglaublich! Ich meine, wann hat man schon mal die Möglichkeit mit so vielen angesehenen und erfahrenen Lehrer auf einmal zu praktizieren?
Jeweils 2 Lehrer haben abwechselnd die Posen angesagt und uns angeleitet, während die 10 verbleibenden Lehrer durch den Raum gegangen sind und Hilfestellung gewährleistet haben, wo es nötig war.   
Insgesamt haben wohl an die 50-60 Leute am Yogathon teilgenommen. 
Alterstechnisch war ab 23 bis 70 Jahren alles vertreten - auch das schätze ich so am Iyengar Yoga, die Altersunterschiede! Das ist so inspirierend. Zum Beispiel habe ich letzte Woche eine Dame im Iyengar Yoga Institut getroffen, die 75 Jahre alt ist. Sie hat mit 55 Jahren mit Yoga angefangen, mit 60 hat sie das 500 Stunden Teacher Training gemacht, mit 63 hat sie ihre erste Junior Zerfizierung bestanden und nun ist sie 75 und unterrichtet in einem Studion in Sacramento. Das ist doch der Wahnsinn!!!!
Okay .... weiter beim Yogathon ...
108 Posen ... alles zwar recht gemütlich, denn habe ich geschwitzt und gegen Ende totales Muskelzucken in meinem linken Oberschenkel bekommen. Aber durchgehalten ... Wir haben viel gelacht und jeder hat diese drei Stunden mit diesen fantastischen Lehrern sehr genossen. 
Nach den drei Stunden und den 108 Posen wurde aber keineswegs sofort nach Hause gegangen. Nein, Nein!
Jeder hat etwas zu Essen mitgebracht, es wurde ein tolles Buffet hergerichtet und es wurde zusammen gegessen und geratscht. 
Sinn und Zweck des Yogathons (neben dem Aspekt der gemeinsamen Yoga Practice und dem geselligen Zusammensein hinterher) war ja, Spenden für das Yoga Institut zu sammeln. Insgesamt wurden $17.000 gesammelt! Der Wahnsinn! An dieser Stelle möchte ich mich nochmals für alle eifrigen Spender bedanken. 
Nach dem netten, gemeinsamen Essen gab es dann noch eine Tombola. Je nachdem wieviel $$ man gespendet (oder gesammelt) hatte, dementsprechend viele Tombola-Tickets hat man bekommen. 
Es gab eine jede Menge tolle Sachpreise, (wie z.B. Restaurant-Gutscheine, Gutscheine für Yoga-Klamotten Geschäfte uvm - meist gespendet von Geschäften in SF) und zwei dicke Hauptpreise.
Einer davon war ein Wochenende in Tahoe, wo die wundervolle Janet McLeod einen Yoga-Workshop unterrichten wird (lustigerweise hat das eine andere Senior Lehrerin gewonnen. Aber ich bin mir sicher, dass sie das einem ihrer Schüler schenken wird). 
Der andere Hauptpreis war eine Übernachtung im Fairmont Hotel in SF, sowie ein Yoga Workshop nach Wahl beim Iyengar Yoga Institut SF. Und wer hätte das gedacht ... ich habe den zweiten Hauptpreis gewonnen ... ich bin immer noch total von den Socken.!!!
Denn diese Workshops sind normalweise schweineteuer und ich gewinne sonst nie etwas!!!
Und Roland, der alte Hotel-Freak, freut sich auf eine Übernachtung im Fairmont Hotel.
Es war ein toller, inspirierender und sehr anstrengender Tag, aber ich bin glücklich und dankbar, dass ich die Möglichkeit hatte, daran teilzuhaben.

Leider habe ich bis jetzt nur diese Bilder vom Yogathon.

... von oben (von der Treppe)

andere Richtung ...
Übersicht der 108 Asanas
Aber es wurden tonnenweise Bilder (während des Yogathons) gemacht und ich poste diese, sobald ich sie habe
Schliesslich will ich Euch die vielen schwitzenden Menschen nicht vorenthalten ... :-)


Montag, Februar 27, 2012

Yoga Props

Wie viele von Euch wissen, verwenden wir beim Iyengar Yoga viele Hilfsmittel (Kissen, Blocks, Stühle, Seile etc.). Denn nicht immer ist unser Körper so flexibel wie wir das gerne hätten ... und dann helfen uns diese Gegenstände, dass wir verschiedene Posen (Asanas) doch so gut wie möglich ausführen können. 
Hier in San Francisco gibt es einen Laden, der diese Hilfsmittel anfertigt. "Yoga Props - the Equipment Specialist". Für mich das reinste PARADIES!!

Am "spannendsten" finde ich unter anderem die Kategorie Yoga Furniture.
Backbender
Und mein Traum ist es, die Inversion Sling zu haben ... denn oftmals bin ich einfach zu "faul" einen "normalen Kopfstand" zu machen und ich hänge total gerne "upside down".

Aber seht selbst ... was schaut "bequemer" aus? (Obwohl ich sehr gut weiss, dass ich die erste Version üben MUSS).




versus

Montag, Februar 13, 2012

Yoga - auf einmal so kontrovers diskutiert

Hallo Zusammen, 

Anfang Januar sorgte der in der New York Times erschienene Artikel "How Yoga Can Wreck Your Body" ("Wie Yoga Deinen Körper zugrunde richten kann") in der hiesigen Yoga Community für ziemliches Aufsehen. 
Der Verfasser William J. Broad weist in diesem Artikel auf die "immensen Verletzungsgefahren" hin, wenn man es - wie er es so schön ausdrückt - falsch macht. Und seiner Meinung nach machen es alle falsch: Lehrer wie Schüler. 
Das sorgte natürlich für Aufregung. Die ansonsten doch recht entspannte Iyengar Community stand im wahrsten Sinne des Wortes "Kopf"! 
Da wurden Leserbriefe (bis heute wurde der NYT-Artikel über 700-Mal kommentiert!) geschrieben, dass es nur so schepperte. 
Vollkommen aus der Seele spricht mir da natürlich der Leserbrief von Christopher Beach, President der "Iyengar Yoga National Association of the United States (IYNAUS)", in dem er darauf hinweist, dass Iyengar Yoga sehr hohe (Ausbildungs-) Standards setzt und kein Schüler in eine Pose "gezwungen" wird, wenn er aus der dieser keinen Nutzen ziehen kann oder die gar verletzungsfördernd sei. 
Und das war nur eines von vielen Argumenten und eine von vielen Gegenstellungnahmen.

Leider hat das deutsche Magazin "Eat Smarter" nichts anderes zu tun, als auf den Zug des Herrn Broad aufzupringen und Yoga als eine gefährliche "It-Sportart" zu verunglimpfen.
Da wurde nichts recherchiert, sondern Herr Broads Artikel nur absolut unreflektiert nachgeplappert!
Das schrie geradezu nur nach einem Leserbrief von meiner Seite!


Und das ist meine Stellungnahme dazu: 

So einfach ist das alles nicht!
Die Frage ist nicht, ob Yoga "gefährlich" ist oder nicht!
Die Frage ist, ob der Körper des Yoga-Praktizierenden für den von ihm ausgewählten Yoga Stil geeignet ist oder nicht. Wenn jemand seinen Körper mit Gewalt an seine Grenzen bringt, dann läuft er Gefahr sich zu verletzen!
Und das gilt für alle Sportarten!!

William Broad's Artikel "How Yoga Can Wreck Your Body" hat in USA in den verschiedensten Yoga Communities für Aufruhr gesorgt und wird nun leider auch hier ebenso unreflektiert dargestellt.
Noch dazu muss man erwâhnen, dass Herr Broad gerade sein Buch "The Science of Yoga" veröffentlicht hat und sein kontroverser Artikel in der New York Times war sicherlich die beste Werbung dafür.

An dieser Stelle möchte ich auch auf einige Stellungnahmen zu dem von Ihnen angeführten Artikel von Herrn Broad verweisen (und es gibt noch zahlreiche andere Stellungnahmen!):
* Christopher Beach, President der Iyengar Yoga National Association of the United States:
* John Schumacher, senior Iyengar Yoga teacher, responds to the New York Times article discussing possible dangers of yoga.
* Huffington Post: Can Yoga Wreck Your Body? Absolutely! It Can Also Save Your Life

Sie sprechen in Ihrem Artikel von Yoga als "It Sportart".
Auf was für eine Art von Yoga beziehen Sie sich denn?
Hatha Yoga? Bikram Yoga? Anusara Yoga? Lach Yoga? Shivamukti Yoga? Iyengar Yoga? Ashtanga Yoga? Vinyasa Flow Yoga? Kundalini Yoga? Tri Yoga?
Und so unterschiedlich die verschiedenen Yoga Stile sind, so unterschiedlich sind auch die Ansprüche und die Bedürfnisse der Yoga Praktizierenden.
Der eine ist zufrieden, bei einer Raumtemperatur von 38 Grad Celsius 60 Minuten lang zu schwitzen und die immer gleiche Abfolge von 26 Posen zu praktizieren; ein anderer liebt die schon fast akrobatisch anmutenden Elemente des Ashtanga Yogas, hingegen ein Dritter an der Präzision und Ausdauer seiner Asanas arbeitet und gut und gerne 10 Minuten einen frei im Raum stehenden Kopfstand macht, ohne sich dabei auch nur einen Halswirbel zu stauchen.

Ein Anfänger sollte also immer erstmal die für ihn richtige Yoga Art finden - und das ist nicht einfach!

Will man sich "nur" sportlich betätigen oder interessiert man sich auch für die spirituelle Ebene (denn einige Yoga Stile gehen auch intensiv auf die philosophischen Aspekte ein und ein echter Yogi lebt nach diesen Prinzipien!)?

Jeder, der sich für Yoga interessiert, sollte auf jeden Fall vor Beginn der Yoga Stunde kurz mit dem Lehrer sprechen und diesen auf ggf. vorhandene und zurückliegende Verletzungen und/oder körperliche Probleme (Bluthochdruck etc.) hinweisen. Ein gut ausgebildeter Lehrer sollte somit in der Lage sein, weitere Verletzungen zu vermeiden - und noch besser: dem Schüler zu besserem Wohlbefinden verhelfen!
Ein guter Yoga Lehrer erkennt die Stärken und Schwächen seiner Schüler und zwingt normalerweise seinen Schüler nicht in Asanas, für die dieser (und sein Körper) noch nicht bereit sind.
Manche Yoga Stile (z.B. Iyengar) verwenden Hilfsmittel wie Holzklötze, Stühle, Gurte etc., damit die Pose so auf die individuellen Bedürfnisse des Schülers angepasst werden kann, dass dieser sich nicht verletzt.
Zudem weiss ein gut ausgebildeter Yoga Lehrer um das Yoga-Prinzip "ahimsa", das soviel wie "Nicht Verletzen bedeutet.

Wie findet man einen gut ausgebildeten Lehrer?
Auch das ist schwierig.
Jeder Yoga Stil hat seine eigene Ausbildung.
Manch einer nennt sich "zertifierter Yoga Lehrer", obwohl er "nur" einen 4-wöchigen Intensivkurs besucht hat.
Manche Yoga Arten bedürfen einer bis zu 2-jährigen intensiven Ausbildung. Und selbst dann haben sich die Lehrer noch jahrelang weiteren Zertifizierungsprozessen zu unterziehen.
Auch hier sollte sich Yoga-Interessierte vor Beginn seines "Trainings" informieren.

Richtig ist, dass "Ehrgeiz"bei einem jeden Yoga- Praktizierenden nichts zu suchen haben sollte!
Yoga ist kein Konkurrenzsport.
Im Gegenteil - Yoga praktiziert man nur für sich selbst.
Auch hier kommt eines der Yamas (ein Prinzip des achtfachen Yoga-Pfades) zum Einsatz: "Asteya", was soviel wie "Nicht-Stehlen" bedeutet.
Für die eigene Yoga Routine sollte das bedeuten, dass man sich nicht mit anderen misst und lernt, das eigene Ego in den Hintergrund zu stellen.

Als echter Yogi versteht man Yoga nicht als Sport (und schon gar nicht als "It-Sportart"!).
Yoga ist ein Lebensstil - es geht nicht nur um Asanas.
Yoga bringt den Körper, den Geist und die Seele in Einklang.
(vgl. Patanjalis Yoga Sutra 1.2: "Yoga ist jener innere Zustand, in dem die seelisch-geistigen Vorgänge zur Ruhe kommen").

Namaste!

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Anzumerken sei hierbei noch, dass das von "Eat Smarter" ausgewählte Bild der "Downward Facing Dog"-Pose (Adho Muka Shvasana, Der nach unten schauende Hund) schon totaler Humbug ist.
Quelle: http://eatsmarter.de/magazin/thema-des-tages/gefaehrlichen-nebenwirkungen-yoga.html
Der Rücken darf nicht so gekrümmt sein, die Arme sollten durchgestreckt sein. 

So sollte die Pose aussehen, wenn man sie richtig macht: 
Quelle: http://www.yogajournal.com/poses/491
Kleine Anleitiung hierzu: 
  1. Der Körper bildet einen rechten Winkel, bei dem das Gewicht gleichmäßig auf Hände und Füße verteilt ist. 
  2. Die Füße stehen hüftbreit auseinander, die Beine sind gestreckt wie in Tadasana (Mountain Pose); die Kniescheiben werden hochgezogen und die Fersen Richtung Boden bewegt.
  3. Die Schienbeine drücken nach hinten.
  4. Die Sitzknochen sind nach oben gestreckt. Das Steißbein geht Richtung Fersen.
  5. Der untere Bauch wird nach innen und oben gezogen.
  6. Die freien Rippen werden nach innen bewegt.
  7. Die Schulterblätter werden von den Ohren und der Wirbelsäule weggezogen.
  8. Die Hände sollten in den Boden gedrückt werden, die Finger sind gespreizt.
  9. Die Ellbogen sind gestreckt und werden zu den Schultern gezogen.
  10. Das Kinn zeigt Richtung Brustbein, der Nacken ist lang und entspannt. Der Blick ist auf den Nabel oder zwischen die Füße gerichtet.
Nun fragen sich einige von Euch sicherlich: "Und was bringt mir nun diese Pose?"
Auch das ist schnell beantwortet: 


Adho Muka Shvasana 
- regt den Energiefluss an, beseitigt Müdigkeit
- stärkt die Fersen und Knöchel;
- beseitigt Steifheit in den Schultergelenken und öffnet die Schulterblätter;
- verlangsamt den Herzschlag;
- durch die Umkehrhaltung und den angeregten Blutkreislauf wird das Gehirn verstärkt mit Blut versorgt;
- bereitet auf andere Umkehrhaltungen vor.



Vorsicht:
Die Übung kann strapaziös für schwache Handgelenke sein Die Füße müssen richtig belastet sein, damit die Fußaußenseiten und die Knöchel keinen Schaden nehmen. Modifizierungen mit Holzblöcken und/oder mit Hilfe der Wand sind möglich.

Dienstag, Januar 10, 2012

Yoga Teacher Training

Yoga Institute of San Francisco
 Neues Jahr - Neues Glück.
Das letzte Jahr war sehr, sehr lehrreich für mich.
Es war (u.a. emotional) sehr anstrengend, ich habe in einer tollen Firma gearbeitet, sehr tolle Kollegen gehabt und neue Freunde gefunden.
Dennoch war ich alles andere als glücklich. Wahrscheinlich deswegen, weil die Arbeit mehr als anstrengend und extremst zeitintensiv war (lange Pendelei und ich hatte ja auch noch mein Fernstudium "nebenbei") und dann kamen auch noch einige Differenzen mit meiner Managerin dazu ...
Na ja ... Water under the bridge ... wie man hier so schön sagt.

Beautiful Yoga Studio
Das letzte Wochenende hat nun das Yoga Teacher Training im Iyengar Yoga Institute of San Francisco begonnen.
Was ist das?
Das ist eine ein-jährige Ausbildung zum Iyengar Yoga Lehrer. Aber ich habe mich bisher "nur" für das 200-Stunden-Programm eingeschrieben. Es gibt noch ein 500-Stunden Programm (ich kann nach den 200 Stunden immer noch aufstocken) und dann gibt es sehr komplizierte Zertifizierungs-Prozesse um ein "richtiger" Iyengar Yoga Lehrer zu werden.
Das Training findet einmal im Monat (Freitag bis einschliesslich Sonntag) statt.
Nun ja ... wir sind 27 Schüler. 10 davon aus San Francisco. Der Rest davon reist teilweise von richtig weit an - Wahnsinn.
Am Freitag hatten wir erstmal 2 Stunden einen Orientierungs-Vortrag und danach 3 Stunden Asanas (Posen/Training). Das Asana Training wird dieses Quartal von der fantastischen Janet McLeod abgehalten. Seit fast 30 Jahren praktiziert sie Iyengar und lehrt am Institut. Sie ist wirlich eine absolut inspirierende Persönlichkeit!!!

Am Samstag ging es um 12 Uhr Mittags los.
Zweieinhalb Stunden haben wir über Yoga Sutras (Patanjalis Yoga Philosophie - diese Stunden werden von John Hayden geleitet) diskutiert und dann ging es wieder weiter mit drei Stunden Asanas.
Mann, was war ich müde nach diesem Tag!!!!!
Um 9 Uhr bin ich eingeschlafen - wie ein Stein hab ich geschlafen.

Am Sonntag ging es (zum Glück) erst um 1 Uhr los - wieder mit 2.5 Stunden Yoga Sutras - gefolgt von 3 Stunden Asanas.
Ich dachte ja eigentlich nicht, dass ich das nochmal packe - denn mein Kopf brummte von all den neuen Informationen und ich hatte schon dermassenen Muskelkater! Aber "a bissl was geht immer"
Bisher kann ich nur sagen "WOW"!
So anstrengend dieses Wochenende auch war (und die Hausaufgaben - schriftlich wie auch übungs-technisch - stapeln sich jetzt schon), so GENIAL war es auch.
Ich freu mich schon auf das kommende Teacher Training im Februar.
Namaste!
Yoga Institute on 27th Avenue in SF