Sonntag, Januar 25, 2009

Unfall


Unsere Bushaltestelle wurde am letzten Donnerstag Opfer eines Unfalls.
Personen kamen zum Glueck keine zu Schaden.

Donnerstag, Januar 22, 2009

Graffity

Unser Freund Fadi hat letztes Wochenende dieses Graffity in San Francisco entdeckt.

Montag, Januar 19, 2009

Vereidungs-Fieber

Morgen ist es soweit: Praesident Bush wird (endlich!) Geschichte sein und der Hoffnungstraeger Obama wird als 44. Praesident der USA vereidigt werden.

Die Menschen hier in San Francisco scheinen diesen Tag ungeduldig zu erwarten.
So haben unsere Nachbarn ihr Fenster schon in Vorfreude folgendermassen dekoriert.



Sogar meine dienstaegliche Yoga Stunde wird morgen ausfallen, weil meine Yoga-Lehrerein die Vereidigung im Fernsehen verfolgen will.
Vielleicht auch, weil der Madchen- und Knabenchor aus San Francisco zur Eroeffnung der Feierlichkeiten singen werden.
Der Komponist David Conte hat extra zu diesem Anlass ein Lied geschrieben, das als "Ermahnung" dienen soll und an Obamas beruehmte Rede am 4. November anschliesst:

America, we have come so far.
We have seen so much.
But there is so much more to do.
Let us ask ourselves:
If our children should live to see
The next century
What progress will we have made?
This is our chance to answer that call.
This is our time
To reaffirm that fundamental truth
That out of many, we are one;
That while we breathe, we hope;
And where we are met with doubt,
We will respond with that timeless creed
That sums up the spirit of a people:
Yes We Can.

Dienstag, Januar 13, 2009

Neujahrs-Wuensche

Alle Jahre wieder - diesmal mit ein wenig Verspaetung: Die Neujahrswuensche.
Die letzten Jahre habe ich mich auf Rosegger und Kaestner berufen.
Dieses Jahr moechte ich Euch einige Gedanken aus dem fernen Osten mit auf den Weg geben.

Happiness is a state of mind which physical comforts.
If your mind is still in a state of confusion and agitation - it is no happiness.

Glueck/Gluecklichsein ist ein Zustand der Seele, der mit koerperlichem Wohlgefuehl einhergeht.
Wenn Dein Geist noch im Zustand von Verwirrung und Aufgeregtheit weilt, so ist dies kein Glueck.

(H.H. Dalai Lama)

Freitag, Dezember 12, 2008

Christmas Lights


Habe gestern folgende Spass-Mail erhalten:
“My wife nagged and nagged at me to put up the Christmas lights.
Well – I finally got them up and NOW she won’t talk to me!
Merry Christmas to Everyone!”

Donnerstag, Dezember 11, 2008

Hurra, der Quilt ist da!


Erinnert Ihr Euch noch, dass wir Euch gebeten haben, uns zu unserem Hochzeits-/Abschiedsfest Stoffreste mitzubringen, die uns an Euch erinnern?
Quaide wollte daraus einen Quilt naehen - und er hat dies auch getan.
Und nun ist sie fertig!
Eine herrliche Decke voller Erinnerungen!
Vielen Dank an Quaide, der sich damit so unglaublich viel Arbeit gemacht hat und an alle, die ihren Kleiderschrank fuer dieses Projekt gepluendert haben!

Freitag, November 28, 2008

Thanksgiving


Dieses Jahr haben wir Thanksgiving zum ersten Mal nicht bei uns zu Hause gefeiert.
Kelly & Jeff haben uns eingeladen und sich wahnsinnig viel Muehe mit dem Thanksgiving-Dinner gegeben.
Ein entspannter, lustiger und kulinarischer Tag mit lieben Freunden und einem Haufen Hunden!

Donnerstag, November 06, 2008

Verkauft


Nachdem die Feiertage vor der Tuer stehen, bekomme ich laufend neue Bestellungen fuer meine Haekel-Tiere.
Nachdem ich an jedem dieser Tiere gut 6-8 Stunden arbeite, jedes dieser Woll-Geschoepfe ein wenig anders ausschaut und mein Herz doch an jedem einzelnen haengt, dachte ich mir, dass ich sie doch noch fotografieren sollte, bevor ich sie aus dem Haus gebe.
Hier also nun einige Bilder von mir letztens erschaffenen Kreaturen.
Oh weh, langsam komme ich mir schon vor wie Frankensteins Mutter! free smilies

Der Tag danach

Einen Tag nach der Wahl kann man die Freude und Erleichterung der Menschen ueber dieses (positive) Wahlergebnis foermlich spueren.
Und auch unsere 18th Strasse wurde spontan - wenn auch nur fuer einen Tag - umbenannt:

Dienstag, November 04, 2008

Thanks for Voting!



Das Zittern hat sich gelohnt.
Um kurz nach 20 Uhr wurde der Wahlsieg von Barack Obama bekannt gegeben.
Ca. 10 Minuten spaeter, hoerten wir die Jubelschreie auf der Strasse.
Dann hielt es auch uns nicht mehr auf der Couch und vor dem Fernseher.
So schnappten wir uns die Kamera und zogen los.
Die Menschen stehen auf der Strasse, jubeln, tanzen, feiern den Wahlsieg Barack Obamas.
Die Polizei stellt so langsam auch die Strassensperren auf - die Menschen werden wohl heute noch die ganze Nacht auf den Strassen von San Francisco feiern.

Hier einige Eindruecke vom Wahlabend auf der Castro Street in San Francisco

Bleibt zu hoffen, dass "Yes, we can", "Hope" & "Change" nicht nur Platitueden sind!

It's Time for a Change

Wahltag!
Alle Hoffnungen richten sich auf Obama. Ich "alter Pessismist" denke ja immer noch, dass - entgegen aller Prognosen - doch noch die Republikaner gewinnen werden.
Aber - wie Dirk mir letztens schrieb - "die Hoffnung stirbt ja bekanntlich zuletzt".
Und so werde ich heute sehr nervoes die Wahl verfolgen und mich von Will.I.am's Pro-Obama-Wahlkampf-Song YES, WE CAN ein wenig hoffnungsvoller stimmen lassen!
Dieser Song entstand aus der auesserst beeindruckenden Rede von Obama, die er im Rahmen der Vorwahlen (gegen Hillary Clinton) in New Hampshire gehalten hat.
Will.i.am von den Black Eyed Peas war von der Rede wohl auch inspiriert und hat in einer spontanen Aktion einen Song daraus gebastelt und ins Netz gestellt, dazu gibt es noch ein feines Video mit unter anderem Scarlett Johansson, John Legend, Herbie Hancock, Kareem Abdul Jabbar und Nicole Scherzinger.
Listen, watch, enjoy & drueckt uns die Daumen, dass der republikanische Albtraum in diesem Lande bald ein Ende findet!

"Change will not come, if we wait for another person or some other time.
We are the ones we've been waiting for.
We are the change that we seek.
"
-Barack Obama-

Donnerstag, Oktober 30, 2008

Promis im Castro - zu Ehren von Harvey Milk



Am Montag war grosses Promi-Aufgebot angesagt - und das auch noch direkt vor unserer Haustuer!
Im Castro Theatre fand die Premiere des neuen Sean Penn Films "Milk" (ueber Harvey Milk) statt. Somit spazierten neben dem Buergermeister von SF auch noch Sean Penn, Josh Brolin und viele andere Stars und Sternchen uber den fuer diesen Anlass ausgerollten, roten Teppich.
Wie? Ihr wisst nicht, wer Harvey Milk ist?
Dann anbei ein kleiner Diskurs in SF-Lokalgeschichte:
Harvey Milk, geboren am 22. Mai 1930, in Woodmere, New York. Sein Großvater, ein Einwanderer aus Litauen, war der Besitzer eines respektiert Kaufhauses und auch Harveys Vater, William Milk war ein erfolgreicher Geschaeftsmann (Textilindustrie).
Harvey galt als aufgeweckter und intelligenter Junge. In der High School war er ein aktiver Sportler und er hatte den Ruf eines Klassen-Clowns. Er entwickelte eine Leidenschaft für Opern und darstellende Kunst. Schon in jungen Jahren bekannte sich Harvey Milk offen zu seiner Homosexualitaet.

Waehrend des Korea Krieges ging Harvey zur Marine. Danach arbeitete er als Lehrer für Mathematik und Geschichte und schließlich machte er Karriere als Investment Banker an der Wall Street.
Ueber seinen Freund Jack McKinley kam er mit der alternativen Szene in Beruehrung. McKinley war an der Produktion der Broadwayauffuehrung von "Hair" beteiligt.
Als "Hair" im Jahre 1969 nach San Francisco tourte, gingen McKinley und Harvey Milk mit.
Harvey verliebte sich in diese wunderschoene Stadt und blieb. Er eroeffnete auf der Castro Street einen kleinen Foto-Laden und ploetzlich erwachte sein politisches Interesse.
1973 trat er, erfolglos, bei der Wahl zum Stadtrat an. Nach einigen weiteren erfolglosen Anlaeufen auf das Kalifornische Landesparlament und den Stadtrat von San Francisco wurde er am 8. 11. 1977 in das Board of Supervisors von San Francisco gewaehlt.
In den 70-er Jahren war ein sich offen bekennender homosexueller Abgeordneter einfach unvorstellbar.
Bis Harvey Milk kam, kandidierte und schließlich auch siegte.
Ihm ist es u.a. zu verdanken, dass sich offen bekennende Homosexuelle (aufgrund ihrer Homosexualitaet) nicht mehr aus ihren Jobs gefeuert werden koennen.
Für viele war dies ein lang erwarteter Befreiungsschlag. Nach Verabschiedung dieses Gesetzes outeten sich Hunderte von Maennern und Frauen.
Aber natuerlich machte sich Harvey damit nicht nur Freunde. Den Homophoben und Konservativen war er ein Dorn im Auge und Morddrohungen standen wohl an der Tagesordnung.
Aber hier im Viertel wurde Harvey Milk liebevoll "Der Buergermeister des Castro Viertels" genannt.

Am 27. November 1978 wurde Harvey Milk durch zwei Kopfschuesse getoetet.
Der Moerder war der konservative, schwulenfeindliche Stadtrat Daniel White, der ein Jahr zuvor aus dem "Board of supervisors" ausgeschieden war.
Nach einem erfolglosen Come-Back-Versuch steigerte sich Daniel Whites Hass auf Harvey Milk und den amtierenden Buergermeister Moscone.
So beschaffte er sich eine Waffe, drang in das Rathaus der Stadt ein und erschoss kaltbluetig Harvey Milk und George Moscone.
White wurde fuer die Morde zu (nur) sieben Jahren Gefaengnis verurteilt.
Die Verteidigung argumentierte, dass White kurzfristig nicht zurechnungsfaehig gewesen sei, da er zu viel Junk-Food gegessen haette (dieses Urteil ging auch als das "Twinkie-Urteil" in die Geschichte ein). Allerdings soll White bereits Tage zuvor angekuendigt haben, daß er eine "echte Ueberraschung" für die schwule Community habe.
Das Urteil wurde von den Buergern San Franciscos mit einem Aufschrei der Empoerung beantwortet und es kam zu spontanen Demonstrationen.
Doch schließlich wandelte sich die Trauer, der Schock und das Unverstaendnis ueber dieses Urteil in Wut und fuehrte zu mehrtaegigen gewalttaetigen Ausschreitungen.
Nach seiner Freilassung aus der Haft versuchte Daniel White noch einmal, einen Sitz im Rathaus zu bekommen - vergeblich.
Am 21. Oktober 1985 beging er in seinem eigenen Hause Selbstmord.

Auch heute ist Harvey noch an vielen Stellen in unserem Viertel praesent.
Neben der Kneipe "Harveys" gibt es noch die "Harvey Milk School" und den "Harvey Milk Plaza".

Bleibt zu hoffen, dass Sean Penns Film "Milk" diesem mutigen Mann Harvey Milk auch gerecht wird.

Wer ein bisschen mehr uber H. Milk erfahren moechte, dem kann ich den 1985 preisgekroenten Dokumentarfilm

"Wer war Harvey Milk? ans Herz legen.

10 Tage Schweigen

Im Rahmen meiner taeglichen Yoga Routine bin ich in den letzten Monaten unweigerlich mit dem Thema ”Meditation” in Beruehrung gekommen und habe angefangen, mich fuer die tieferen Schichten unseres Bewusstseins (ausserhalb der Psychologie) zu interessieren.
Neben der Meditations- und Atemtechnik “Pranayama” befassen sich (und praktizieren) einige meiner Yoga-Lehrer seit Jahren mit der Art der “Vipassana Meditation”.
Vipassana bedeutet, die Dinge so zu sehen, wie sie wirklich sind und ist eine der ältesten Meditationstechniken Indiens. Bereits vor vor über 2500 Jahren wurde Vipassana-Meditation als ein universelles Heilmittel gegen universelle Krankheiten entdeckt und als eine Kunst des Lebens gelehrt
Natuerlich hat es mir nicht gereicht, nur ueber Vipassana zu lesen – ich wollte es auf tieferer Ebene erfahren und lernen.
Also habe ich mich zu einem kleinen Abenteuer aufgemacht: einem 10-taegigen Vipassana-Retreat in North Fork/Zentral-Kalifornien, in der Naehe des Yosemite-Parks.
Das Besondere an dieser Art “Retreat” ist, dass es sich hier um ein absolutes Schweige-Retreat handelt.
Der Kontakt zu den Lieben nach Hause sowie zu den anderen Kursteilnehmern ist in der 10-taegigen Kursdauer strict untersagt, d.h. man darf weder miteinander sprechen, noch sich mit Zeichensprache oder in schriftlicher Form untereinander austauschen.
Lesen, schreiben, Musik hoeren – das alles ist untersagt und man wird gebeten (Tage-) Buecher, Laptops, Handys … einfach alles, was einen ablenken koennte, zu Beginn des Kurses beim Kursleiter in einer Sicherheitsbox in Verwahrung zu geben.
Der Tagesablauf ist straff organisiert - man hat wirklich kein bisschen freie Zeit:
4:00 a.m. Gong - Aufstehen
4:30-6:30 a.m. Meditation in der Halle oder im eigenen Zimmer
6:30-8:00 a.m. Frühstückspause
8:00-9:00 a.m. GRUPPENMEDITATION IN DER HALLE
9:00-11:00 a.m. Meditation in der Halle oder im eigenen Zimmer
11:00-12:00 Mittagessen
12:00-1:00 p.m. Ruhepause und Gelegenheit zum Interview mit dem Lehrer
1:00-2:30 p.m. Meditation in der Halle oder im eigenen Zimmer
2:30-3:30 p.m. GRUPPENMEDITATION IN DER HALLE
3:30-5:00 p.m. Meditation in der Halle oder im eigenen Zimmer
5:00-6:00 p.m. Teepause
6:00-7:00 p.m. GRUPPENMEDITATION IN DER HALLE
7:00-8:15 p.m. Vortrag des Lehrers in der Halle
8:15-9:00 p.m. GRUPPENMEDITATION IN DER HALLE
9:00-9:30 p.m. Zeit für Fragen in der Halle
9:30 p.m. Nachtruhe - Licht aus

In diesen 10 Tagen lernt man Folgendes:
Man beginnt mit der Beobachtung des natürlichen Atems, um den Geist zu konzentrieren. Mit der so geschärften Aufmerksamkeit geht man dann über zur Beobachtung der sich ständig verändernden Natur unseres Körpers und Geistes und erlebt die universellen Wahrheiten der Unbeständigkeit, des Leidens und der Ich-Losigkeit. Der gesamte Weg (Dhamma) wird als ein ein universelles Heilmittel für universelle Probleme verstanden und hat nichts mit irgendwelchen organisierten Religionen oder Sekten zu tun. Er kann daher von allen Menschen, jederzeit und überall, ohne Gefahr von Konflikten aufgrund von Rassen-, Gruppen- oder Religionszugehörigkeit praktiziert werden, und er wird sich für alle gleichermaßen hilfreich erweisen.

Anscheinend haben sich auch einige Damen und Herren angemeldet, die nicht wirklich wussten, wie anstrengend dieses Seminar ist. Einige Herrschaften sah man hin und wieder still vor sich hin weinend in der Meditationshalle sitzen oder auf den Wegen des Gelaendes umherstreifen. Na ja, so eine Reise in die Tiefen des "Ichs" ist nicht jedermanns Sache.
10 Tage ist man gezwungen das Leben einer Nonne/eines Moenchs zu leben, die Stille kann unglaublich laut werden und die langen Meditations-Zeiten koennen sehr, sehr anstrengend werden, da man sich ab dem 4. Tag waehrend der Meditation (die immer in 60-Minuten-Einheiten eingeteilt sind) nicht mehr bewegen.
Auch die Tatsache, dass man um 11:oo Vormittags die letzte Mahlzeit zu sich nimmt, war fuer einige Kursteilnehmer aeusserst schwer zu ertragen.

Diese Kurse werden inzwischen weltweit angeboten und sind kostenlos. Finanziert werden diese Einrichtungen durch Spenden der Kursteilnehmer.

Es war eine ueberaus interessante Erfahrung, so 10 Tage fuer sich zu sein - ohne Zeitung, Musik und Ansprache.
Meditaions-maessig stehe ich sicherlich noch ganz am Anfang. Aber "Uebung macht den Meister" - wobei ich zugeben muss, dass ich Yoga der Meditation doch bevorzuge.

Hier findet Ihr einige Bilder von der Vipassana-Einrichtung in NOrth Fork.

May All Beings Be Happy!

Donnerstag, September 04, 2008

An der Nadel

Neben Jobsuche und der taeglichen Yoga-Routine habe ich eine neue Beschaeftigung gefunden.
Ich haenge an der Nadel! Aber keine Angst - dies ist vollkommen ungefaehrlich!
Diese Tierchen
kommen dabei heraus, die sich bei meinen Freunden und Bekannten grosser Beliebtheit erfreuen.

Falls jemand von Euch Gefallen an diesen Tierchen finden sollte (Weihnachten steht ja auch bald wieder vor der Tuer!), so lasst es mich wissen. Dann schwinge ich gerne die Nadel und bringe die freundlichen Vierbeiner im Winter mit nach Hause!

Freitag, Juli 18, 2008

Schwoabs obi!

Als Bierliebhaber (und Bayer) sollte man seine Finger von mit den Biersorten wie Budweiser, Coors Bier oder Miller gefüllten Gläsern fern halten. Das ist wirklich eine Beleidigung für jeden Hopfen-erprobten Gaumen!
Immer wenn ich eine dieser "greislichen" Biersorten sehe, muss ich amüsiert an die "Brieffreundschaft der Biermösl Blosn mit der Brauerei Warsteiner denken.
Hier nachzulesen

Aber wer denkt, dass es in Amerika gar kein gutes Bier gibt, der liegt FALSCH!
Neben den vielen importierten Biersorten wie Becks, Paulaner, Spaten, Stella Artois und einigen sehr schmackhaften amerikanischen Biersorten wie Sierra Nevada, Fat Tire und wie sie alle heissen, wird sogar hier in San Francisco selbst ein sehr würziges Bier - darunter auch das so genannte "Anchor Steam" - gebraut.
Wie der Name schon sagt, wird hier noch mit Dampf gearbeitet.

Die Brauerei befindet sich im Stadtteil Potrero Hill und Führungen durch die Brauerei sind für jeden Bier-Liebhaber auf seiner Erkundungs-Tour durch San Francisco schon fast ein Muss!

Im Norden der USA findet man viele kleine "micro breweries" und es lohnt sich meist immer, seinen Gaumen diesem würzigen Erlebnis auszusetzen!


(Dieses Schild befindet sich übrigens in unserer "alten Nachbarschaft" - im Cafe Murano)

Heisse Nadeln

dc = double crochet (Stäbchen)
ch = chain (Luftmasche)
sc = single crochet (feste Masche)
chain 5, form ring with one chain throught 1st chain
round 1: ch 4, (2 dc, 1 ch) 11 more times, change colour, at end of row sl st in 3rd chain of beg ch 4
round 2: (ch 2, 1 dc, 1 ch) in first chain loop on last round, (2 dc, 1 ch) in each chain loop on last row, change colour, at end of row sl st in 2nd chain of beg ch 2
round 3: (ch2, 2 dc, 1 ch) in first chain loop on last round, (3 dc, 1 ch) in each chain loop on last round, change colour, at end of row sl st in 2nd chain of beg ch 2
round 4: ch 5 (1 sc, 4 ch) in next chain loop and in each chain loop on last round, at end of round sl st in 1st chain of beg ch 5
round 5: ch 2, 3 dc, 1 ch in first chain loop on last round, repeat ((4 dc, 1 ch, 4 dc) in next chain loop, (4 dc 1 ch) in next chain loop) 5 times before(4 dc, 1 ch, 4 dc) in last chain loop, at end of round sl st in 2nd chain of beg ch 2
round 5 is only crocheted in this way for the first hexagon, after that the last round is used for crocheting the hexagons together


Was ist das? Eine neue Programmiersprache??

Nein, das ist die Häkelanleitung für diese Decke:


Denn die Abende auf der Couch kann man nicht nur mit Fernsehen verbringen, sondern nebenbei noch kreativ werden.

Klar, schauen gehäkelte Dinge immer ein bisschen arg nach "Oma" aus - aber es geht mir in erster Linie um den Spaß!

Im Moment arbeite ich noch an dieser Decke und wer weiß?

Vielleicht lerne ich das Stricken mit 4 Nadeln doch noch einmal. BIs dahin freue ich mich aber weiterhin über die perfekt gestrickten Sachen aus dem Hause Mama!

Donnerstag, Juni 19, 2008

Gay Marriage / die Homo Ehe wird legal

Vor einigen Wochen hat der Oberste Gerichtshof in Kalifornien mit vier zu drei Stimmen das Verbot der Homo-Ehe für verfassungswidrig erklärt. Nun koennen seit Dienstag gleichgeschlechtliche Paare auch in Kalifornien - Massachusetts war der erste Bundesstaat der die "Homo-Ehe" fuer rechtsgueltig erklaerte - sich offiziell das "Ja-Wort" geben.
Unter dem Schutz der Landesverfassung gestellt, konstatierten die Richter Folgendes: “Eine liebende Beziehung zur Sorge für und Erziehung von Kindern hängt nicht von sexuellen Prioritäten ab, so wenig wie vom Geschlecht oder von der Hautfarbe”,
Seit Anfang der Woche herrscht in Kalifornien ein regelrechter "Heirats-Boom". Manche Paare kennen sich erst wenige Wochen, manche von ihnen sind seit mehr als 50 Jahren ein Paar. Geht es hier doch nicht nur um den romantischen Aspekt der Eheschliessung. Es geht vor allem um die rechtliche Gleichstellung gleichgeschlechtlicher Paare - in allen Bereichen des taeglichen Lebens.
Doch der Himmel bewoelkt sich schon wieder im Sonnenstaat:
Die prüdere Fraktion will gegen den Entscheidung angehen: Sie wollen ihr Veto einlegen, und kuendeten an, sie werde schon im November versuchen, das Gesetz via Votum rückgaengig zu machen.
Die "Human Rights Campaign" in SF fordert u.a. mit diesem Video
die Bevoelkerung auf, gegen dieses im November anstehende Veto per Unterschrift anzugehen.

Donnerstag, Juni 12, 2008

EM auch in SF

Nachdem nun leider mein heiss-geliebtes Power Book nach 4 Jahren treuem Dauerdienst seinen Geist aufgeben hat, kommt dieser Eintrag zur EM etwas spaet!

Nun ja - die Fussball EM ist auch hier ein Thema und wird sogar im amerikanischen Fernsehen auf ESPN2 zeitgleich uebertragen!
Aber da Fussball schauen alleine ziemlich langweilig ist (Roland war auf Geschaeftsreise), habe ich mir das erste Deutschland-Spiel im Goethe-Institut angeschaut.
Dort werden alle Spiele (zeitgleich = Vormittag) auf Leinwand in den dortigen Raeumlichkeiten gezeigt!

Natuerlich ist das kein Vergleich zu unserer EM- und WM-Action, die wir in Deutschland mit Euch allen erleben durften - aber immer noch besser als gar nichts!!

Dienstag, Mai 13, 2008

Yoga in SF

San Francisco ist wirklich das "Mekka des Yoga".
In noch keiner anderen Stadt, habe ich so viele Yoga-Schulen gesehen, wie hier.
Man kann sich das folgendermaßen vorstellen: so wie man in Deutschland an jeder Straßenecke einen Bäcker oder Metzger findet, so sind hier die Yoga-Schulen vertreten.
Auch wusste ich vor meiner Ankunft in San Francisco noch nicht, wie viele verschiedene Yoga-Richtungen/-Stile es eigentlich gibt.
Also galt es zu experimentieren und das Richtige zu finden. Nachdem ich mich einige Monate mit BikramYoga (bestehend aus einer Abfolge von 26 Asanas/Posen; prktiziert bei 40 C° Raumtemperatur) beschäftigt habe, habe ich einen Volunteer-Job einer kleinen, privat geführten Yoga-Schule gefunden, die ausschließlich Iyengar-Yoga praktiziert!
Iyengar-Yoga? Was ist das denn nun wieder?
Begründer dieser Yoga-Richtung ist B.K.S. Iyengar, der 1918 in Indien geboren wurde. Er zählt heute zu den überragenden Gestalten des Yoga, die unser Jahrhundert hervorgebracht hat. Über 60 Jahre ununterbrochener intensivster Yogapraxis und Lehrerfahrung führten ihn zu weltweiter Anerkennung als Yogameister.
Seit Mitte der 50-er Jahre hat er regelmäßig den Westen bereist und vor allem in den USA große Erfolge gefeiert.
Sein Buch Licht auf Yoga
machte ihn weltweit berühmt. Das Buch ist wirklich empfehlenswert und für jeden Yoga-Schüler ein absolutes Muss!
Heute lehren er (mit seinen fast 90 Jahren), seine Tochter Geeta (über 60 Jahre) und ihr Sohn im Ramamani Iyengar Memorial Yoga Institute in Pune (Indien). Lehrer aus aller Welt müssen ein kompliziertes Bewerbungsverfahren in Kauf nehmen, um dort vom Meister persönlich unterrichtet zu werden.
Was ist das Besondere am Iyengar Yoga?
Iyengar Yoga kann - im Gegensatz zu Bikram- (wegen der Hitze) und/oder Ashtanga-Yoga (weil extrem akrobatisch) - von allen Menschen, egal welcher Altersgruppe und/oder in welcher körperlichen Verfassung, praktiziert werden.
Denn durch die Verwendung von Hilfsmitteln wie Gurten, Klötzen, Stühlen, Wandseilen und Wänden wird im Iyengar Yoga auf die individuellen Bedürfnisse der Schüler/innen eingegangen.
Eine Yogastellung kann dem jeweiligen Körper angepasst werden, um maximale Dehnung, Öffnung und Genauigkeit zu erreichen. So werden schwache und steife Bereiche des Körpers gekräftigt und in ein neues Gleichgewicht gebracht.
Yoga nach B.K.S. Iyengar betont die Entwicklung von Kraft, Ausdauer und korrekter Körperausrichtung im Zusammenspiel mit Flexibilität, Balance und Entspannung.
Im Mittelpunkt des Iyengar Yoga stehen die absolut korrekte Ausführung der Yogahaltungen (Asanas) und die Atemtechniken (Pranayamas).
Über drei Jahre dauert die die Ausbildung zum Iyengar-Yoga-Lehrer. Menschliche Anatomie, die korrekte Ausführung der Asanas und die spirituelle Ausrichtung stehen auf dem Curriculum.
Es ist einfaches, bodenständiges Yoga - ohne großen Firlefanz und Schnörkel!
Die alles sagt mir sehr zu und nachdem ich nun fast ein Jahr Iyengar-Yoga mache, kann ich durchaus bestätigen, dass der Körper gestärkt wird. Er wird flexibler. Man lernt seine körperlichen und geistigen Grenzen kennen und erweitern.

Ich weiß, dass man sich das alles wirklich nur sehr schwer vorstellen kann. Schaut Euch deshalb mal dieses Video hier an.
Dann könnt Ihr einen Eindruck von meinem "Yoga-Chef", der Yoga Schule (wo ich "arbeite und lerne/praktiziere) und dem Iyengar-Yoga an sich machen.

In diesem Sinn: Namaste!

Mittwoch, März 26, 2008

Ostern und noch ein bisschen mehr!

Frohe Ostern? Das kommt vielleicht ein bisschen spät.
Ostern, Geburtstagsfeier und Besuch - das hat mich bezüglich zeitnahem bloggen absolut aus der Bahn geworfen.
Aber dennoch wollen wir Euch nicht die Bilder von unserer
Ostereier-Färbe-Aktion ,
von Angelikas Ausstellung und von unseren Ausflügen mit Josef vorenthalten.
Es ist immer was los - Langeweile und/oder Monotonie kann einfach nicht aufkommen!
Wie soll denn da neben Yoga, den vielen Besuchen und den herrlichen Ausflügen noch Zeit zum Arbeiten bleiben?

Samstag, März 08, 2008

Little Saigon (& kleiner Abstecher nach Potrero Hill)


Little Saigon liegt mitten im - von vielen als den "schlimmsten" Stadtteil in San Francisco empfundenen -
Tenderloin.
Im Vergleich zu Chinatown und Japantown ist es jedoch mikroskopisch klein. Erstreckt es sich doch nur über zwei Straßenblocks auf der Larkin Street (zwischen Eddy und O'Farrell Street).
Vietnamesische Supermarkte, Restaurants und ein vietnamisches Kulturzentrum sind hier zu finden.
Besonders beliebt sind die äußerst günstigen und extrem leckeren vietnamesischen Sandwiches.
Dazu ein eiskalter Zuckerrohr-Saft (Sugar Cane) - und man ist glücklich für den Rest des Tages!

Sonntag, Februar 17, 2008

Aber jetzt!!!


Nach einigen erneuten Nachfragen a la "Wo sind denn jetzt die Urlausb-Fotos", können wir Eure Neugier auch endlich befriedigen!
Hier eine kleine Auswahl unserer Bilder aus Hong Kong
und aus Thailand & Singapur.

Sonntag, Februar 10, 2008

Wenn einer eine Reise tut ...

... dann hat er auch viele Fotos mit nach Hause gebracht. Wir hatten einen herrlichen Urlaub in Hong Kong und auf KoSamui. Vor allem das Verlassen der Insel fiel uns dieses Mal besonders schwer.
Aber jeder Urlaub hat nun leider mal ein Ende und so sind wir nun schon seit einer Woche wieder zu Hause.
Die Koffer sind natürlich schon längst ausgepackt und die schmutzige Wäsche liegt bereits frisch gewaschen in unseren Schränken.
Aber zum Bearbeiten unserer Bilder bin ich leider noch nicht gekommen.
Ich werde versuchen, sie in der kommenden Woche online zu stellen, so dass Ihr Euch - zumindest in Gedanken - nochmals mit uns auf die Reise begeben könnt!

Schreib doch mal!


Ja - es ist wahr. Ich schreibe immer noch gerne Briefe per Hand. Das mag vielleicht altmodisch erscheinen, dennoch ist doch etwas ganz anderes, ein paar handgeschriebene Zeilen zu lesen, als eine E-Mail. Und wer freut sich nicht, wenn er neben den vielen, unerfreulichen Rechnungen ab und an einen bunten Briefumschlag aus Übersee in seinem Briefkasten findet?
Hier in SF bin ich (im Rahmen eines Buchbinde-Kurses) im Center for the Book auf die KUNST des Briefe-Verschickens aufmerksam gemacht worden. Inzwischen wird die so genannte Mail-Art (Brief-Kunst) weltweit "zelebriert", wie Ruud Janssen's in seinem Blog "IUOMA" International Union of Mail Artists wunderbar dokumentiert.
Leider bin ich nicht allzu künstlerisch begabt und meine Briefumschläge sind bei Weitem nicht so kreativ und professionell gestaltet. Dennoch zählt ja doch nur der Spaß am Gestalten und der Gedanke daran, wie sich der Empfänger beim Erhalt des Briefes darüber freuen wird, oder??
Zudem gibt es hier wunderbar abgefahrene Briefmarken zu kaufen (siehe Bild). Allein diese animieren mich schon, Briefe/Karten zu schreiben und zu verschicken.
Wer will??? Einfach melden ... ich werde gerne versuchen alle Anfragen zu erfüllen
Ach ja - und ich würde mich natürlich auch selbst über die ein oder handgeschriebene Zeile von Euch freuen!

Mittwoch, Februar 06, 2008

Super Tuesday

Angelika und Michael haben in ihrem USA-Rundbrief bereits ausführlich zum Thema "Heißer Wahlkampf in den USA" berichtet!




Der gestrige Super-Tuesday zeigte dann auch wirklich deutlich, dass es dieses Jahr wohl einen sehr, sehr spannenden Wahlkampf geben wird.
Auf demokratischer Seite gibt es ein Kopf-an-Kopf-Rennen: Barack Obama gewann mehr Staaten für sich, doch Hillary Clinton siegte in den größeren Staaten. Dennoch hat Obama unterm Strich mehr Delegierte in den Wahlen der einzelnen Staaten gewonnen.
Bei den Republikanern scheint McCain das Rennen zu machen (er hat bereits deutlich mehr Delegierte hinter sich stehen als seine Mitstreiter), dennoch geben sich auch hier seine Mitstreiter Romney und auch Huckabee noch nicht geschlagen.




Der Wahlkampf und die Sehnsucht nach einem neuen, kompetenten Präsidenten ist an jeder Ecke (in SF) spürbar, wie die Bilder zeigen.
Dann hoffen wir mal (als Nicht-Wähler), dass die Amerikaner diesmal einen kompetenten Präsidenten ins weiße Haus wählen.
Wer meine Stimme hätte, dürfte Euch wahrscheinlich eh klar sein, oder???

Dienstag, Januar 15, 2008

Mount Tamalpais


Wieder mal ein Ausflug in den Norden.
Diesmal zum Mount Tamalpais.

Wie in USA üblich war ein Großteil des Weges zum Gipfel mit dem Auto zurückzulegen.
Vom Parkplatz aus konnten wir den Ostgipfel zu Fuß erklimmen (ca. ein Kilometer Fußmarsch).
Von dort aus hatten wir einen spektakulären Rundblick auf die Bucht, San Francisco, Oakland Bay Bridge, Alcatraz, den Pazifik und auf das "Hinterland" (nördliche Gegend mit Sonoma Valley und Napa Valley.).

Mittwoch, Januar 09, 2008

Viva Las Vegas??


So wie wir das alte Jahr beendet haben, so beginnen wir auch das neue Jahr. Mit einer Reise.
Diesmal nach Las Vegas.
Für Roland bedeutet das mehr Arbeit als Vergnügen (Messe).
Dennoch haben wir die gemeinsame Zeit dazu genutzt, so richtig in diese verrückte Stadt - die nur aus Glücksspiel, Sex und Restaurants zu bestehen scheint - einzutauchen und uns auf diesen Wahnsinn hier einzulassen.
Wir fühlen uns wie in einem James Bond Film, wenn wir Martini schlürfend den hinter Leinwänden tanzenden Damen in der Bar "Shadow" (im Casino/Hotel Caesars Palace") zusehen.
Wir bestaunen die Akrobaten von Cirque du Solei, die uns mit ihrer mystischen Show "Love" absolut verzaubern.
Wir betrachten mit einem amüsierten und zugleich ungläubigen Lächeln die schon über zwei Stunden am einarmigen Banditen sitzende Oma, die Bier trinkend und Zigaretten rauchend ihre ganze Rente zu verspielen scheint.
Erst nach einigen Tagen macht mich die Reizüberflutung dieser Stadt (wie z.B. ständige Berieselung mit Musik - egal ob im Aufzug, im Monorail oder sogar auf der Toilette - etwas schwindelig im Kopf.
Dann ist es Zeit für die Rückkehr in "normale" Umgebung (wie SF).
Bis zum nächsten Mal!

Dienstag, Januar 01, 2008

Prost Neujahr


Nachdem wir zwei sehr schöne Wochen mit Familie und Freunden verbringen durften (vielen lieben Dank noch mal an alle!!!!)
sind wir nun pünktlich zum neuen Jahr wieder in San Francisco angekommen!
An dieser Stelle möchten wir Euch allen ein glückliches, gesundes, zufriedenes und erfolgreiches Jahr 2008 wünschen.

Wünsche zum neuen Jahr (Peter Rosegger)

Ein bisschen mehr Friede und weniger Streit.
Ein bisschen mehr Güte und weniger Neid.
Ein bisschen mehr Liebe und weniger Hass.
Ein bisschen mehr Wahrheit - das wäre was.

Statt so viel Unrast ein bisschen mehr Ruh.
Statt immer nur Ich ein bisschen mehr Du.
Statt Angst und Hemmung ein bisschen mehr Mut.
Und Kraft zum Handeln - das wäre gut.

In Trübsal und Dunkel ein bisschen mehr Licht.
Kein quälend Verlangen, ein bisschen Verzicht.
Und viel mehr Blumen, solange es geht.
Nicht erst an Gräbern - da blühn sie zu spät.

Ziel sei der Friede des Herzens.
Besseres weiß ich nicht.

Donnerstag, November 08, 2007

Öltanker rammt Brückenpfeiler der Bay Bridge

Ein schwarzer Tag für San Francisco.
Gestern morgen rammte ein südkoreanisches Containerschiff im dichten Nebel einen Brückenpfeiler der Bay Bridge.
Das Schiff erlitt einen Leckschaden und an die 58.000 Gallonen Öl (enspricht ca. 220.000 Liter) flossen die Bay.
Die umliegenden Strände und Küstenabschnitte wurden erstmal gesperrt.
Das genaue Ausmaß der Umweltverschmutzung ist noch nicht abzuschätzen.
Wir sind sprachlos und unglaublich traurig, dass so viel Leben in der Bay mit dieser Katastrophe ausgelöscht wurde.
Detaillierte Informationen und Bilder findet Ihr beim San Francisco Chronicle.
Ich denke, diese Bilder sprechen für sich!

Sonntag, November 04, 2007

Dia de los muertos - Tag der Toten


Der Dia de los muertos - das Tag der Toten ist - im Gegensatz zum christlichen Allerheiligen - keine Trauerveranstaltung, sondern ein farbenprächtiges Volksfest zu Ehren der Toten.
Der Umgang der Mexikaner mit dem Tod wirkt auf westliche Kulturen befremdlich, da der Tod dort nicht tabuisiert wird.
Er wird als etwas betrachtet, vor dem man sich nicht zu fürchten braucht, etwas, dem man jederzeit begegnen kann - mit Ironie.
Die eingeborenen Völker von Mexiko glauben, dass Seelen nicht sterben, sondern bloß im Mictlan (Ort des Todes) verweilen und jedes Jahr auf Besuch zurückkehrten um mit den lebenden Verwandten zu Essen, Trinken und zu Feiern.
Die Verstorbenen dürfen an diesen Tagen aus dem Totenreich zurückkehren.
Allerdings glaubt niemand, dass die Toten wirklich aus ihren Gräbern auferstehen und dorthin wieder zurückkehren. Vielmehr sind es die Seelen, die ihre Familien besuchen.
Für die Mexikaner steht das Gedenken an die Verstorbenen im Vordergrund.
Das merken wir besonders deutlich am Días de los Muertos, wenn die Calaveras (Skelette aus Pappmaché, Gips oder Zucker) in allen möglichen Alltagssituationen dargestellt in den Straßen und in Geschäften aufgestellt werden. Die Straßen sind mit Blumen, Kerzen und skurrilen Todessymbolen geschmückt.
Wir schlendern durch die Mission (mexikan. Viertel in SF) und schauen der Prozession zu, die sich langsam auf den Garfield Square zu bewegt.
Die traditionellen Totenaltäre in den Wohnungen, vor den Häusern und zum Teil auch auf öffentlichen Plätzen (wie auf dem Garfield Square in SF), sind das Zentrum der Feierlichkeiten.
Sie sind mit Kerzen, Blumen und persönlichen Erinnerungsgegenständen - manchchmal auch mit Speisen und Getränken geschmückt.
Fotos der Verstorbenen, Kerzen und Weihrauch erinnern an gemeinsame glückliche Zeiten im Diesseits.
Sehr spannend und ein interessanter Gegensatz zum Konsum-Terror-Halloween.

Samstag, September 22, 2007

Baseball


Zwei Teams mit je 9 Spielern, Infield, Outfield, Pitcher, Home Plate, Inning, Strike Zone???
Absolutes Sport-Chinesisch in meinen Ohren.
Abhilfe wurde durch einen Besuch im San Francisco AT&T Station geschaffen.
Dort ist das heimische Baseball-Team - die San Francisco Giants - zu Hause.
Ein Baseball-Spiel kann zwischen zwei und drei Stunden dauern ... also was tun, wenn es mal wieder ein wenig länger dauert? (War das nicht der "Snickers"-Slogan?)
Vielleicht erinnert mich das Baseball-Stadion auch deswegen eher an einen Vergnügungspark.
Wenn es mal langweilig wird, kann man sich hier auch anderweitig beschäftigen!
Eine absolut überteuerte Fressbude nach der anderen (das Bier kostet schlappe $ 9.00!!!), Fanartikel-Läden, Kinderspielplatz - hier ist was geboten!
Und da das Stadion direkt am Embarcadero liegt, hat man auch noch einen tollen Ausblick auf die Bay - und der ist wenigstens umsonst!

Montag, September 17, 2007

i-Cord


i-Pod?
i-Mac?
i-Phone?
i-Cord??
Die Strickliesesl weckt Kindheitserinnerungen.
Beschäftigungstherapie für unruhige Finger während des Fernsehens.
Aber was kann man nur mit dieser ellenlangen Strickwurst - die im angelsächsichen Raum übrigens liebevoll i-Cord ("idiot cord" ) genannt wird - anfangen??
Vorschläge?

Dienstag, September 11, 2007

Heimreise

Sechs Uhr morgens am Flughafen Amsterdam.
Zerknitterte Gesichter.
Die Spuren der vergangenen Nacht lassen sich nicht immer vorteilhaft kaschieren.
Zigarettenrauch und Kaffeeduft verursachen mir Übelkeit.
Sehnsucht nach einem warmen Bett und die Nähe des Liebsten.

Ein verschenkter Tag Leben.
Eingezwängt in eine fliegende Blechbüchse.
Luftige Atlantiküberquerung.
Zum Glück sitzt diesmal kein Mensch mit einem übermäßigen Mitteilungsbedürfnis oder einer extremen Körperfülle neben mir.
Ich kann schlafen.
Sogar zum Verzehr einer gummiartigen Semmel lasse ich mich dieses Mal verleiten!

Acht Stunden später am Flughafen in Washington D.C.
Ich habe 50 Minuten Zeit meinen Anschluss-Flieger nach San Francisco zu erwischen.
Mein Vorhaben scheint aussichtslos!
Bei der Emigration/Einreise stehen unglaublich viele Menschen an.
Meine Situation erklärend versuche ich mich vor zu schmuggeln.
Einige nette Menschen lassen mich vor – einige Grantler lassen mich eiskalt abblitzen.
Bin unruhig!
Neben mir zwei „Leidensgenossen“.
Er will nach San Antonio, sie muss nach Boston ...
Werden wir unsere Flüge erwischen?
Wir stellen uns schon darauf ein, dass wir die nächsten Stunden zusammen Kaffe trinkend verbringen werden.
Geteiltes Leid ist halbes Leid!
Doch unerwartet werden noch zwei Emigration-Schalter geöffnet – jetzt geht alles ganz schnell.
Emigration, den Koffer vom Band holen, durch den Zoll, den Koffer wieder einchecken, den beiden anderen noch einmal zuwinken und dann zum Gate!
Wettlauf mit anderen Reisenden und gegen die Zeit!
Rennen – nicht Laufen!
Wer ist Hase und wer Igel??

Mit hochrotem Kopf erreiche ich völlig außer Atem das Flugzeug.
Oh je, nach 8 Stunden Flug, dem Stress bei der Emigration und dem Sprint zum Flieger muss ich ja großartig ausschauen (und riechen)!
Egal!
Hinsetzen, Musik hören und erneut versuchen auch diesen Flug zu verschlafen!

Wann bin ich endlich wieder dort, was ich jetzt „zu Hause“ nenne?

Nach insgesamt 14 Stunden Flug:
Wieder in der Wahlheimat:
Lange Reise durch mehrere Zeitzonen,
War es eine Zeitreise?
Amsterdam fühlt sich schon wieder sehr weit weg an!
Komisches Gefühl - fast wie ein Traum!
Es war wunderbar!

Montag, September 10, 2007

Amsterdam


Eine schwimmende Unterkunft,
THC liebende Menschen in den Coffee Shops,
In Schaufenstern stehende Frauen, die sich selbst verkaufen,
Kanäle und Brücken erschweren die Orientierung,
Fahrräder sind mehr zu fürchten als Autofahrer,
Liebe Freunde kreuzen unerwartet meinen Weg,
Pommes Frites gehören zum kulinarischen Schmankerl,
Nächtliche Bootsfahrten machen müde Menschen munter,
Sex, Drugs & Rock'n Roll ... so erlebte ich Amsterdam!

Dienstag, Juli 31, 2007

Time Warp


Mit Erschrecken haben wir festgestellt, dass die Zeit wirklich rast!
Und wir können das auch an konkreten Beispielen festmachen: am 17.07. hatten wir unseren ersten Hochzeitstag, wir sind schon fast 9 Monate hier, Mitte August letzten Jahres habe ich meinen damaligen Job aufgegeben ...
Aber wir blicken nicht mit weinenden Augen zurück!

Am Wochenende haben wir einen noch größeren Zeitsprung in die Vergangenheit gewagt, als wir Mel's Diner besuchten. Dieses Lokal existiert seit 1947 in San Francisco und ist ein unterhaltsames Erlebnis für Augen, Ohren und natürlich: für den Geschmackssinn. Das Inventar und die Musik ganz im Stile der 50-er Jahre, das Essen typisch amerikanisch - die Portionen eher unrealistisch groß!
Aber keine Angst: inzwischen sind wir wieder im "Jetzt und Heute" angekommen.

Mittwoch, Juli 25, 2007

Mount Diablo


Hier im "XXL-Land" ist wirklich alles GRÖßER: Sogar Flora und Fauna und die Weitläufigkeit des Landes erscheinen RIESIGER als zu Hause.
Unser Ausflug am Wochenende führte uns über die Bay Bridge, über Oakland und Walnut Creek zum Mount Diablo State Park - benannt nach dem gleichnamigen Berg.
Der Mount Diablo ist mit 1173 Metern die höchste Erhebung der Region.
Der gesamte Gebirgszug erstreckt sich über eine Fläche von rund 360 km².
Durch die anhaltende Trockenheit im Sommer ist leider alles ein wenig verbrannt und "braun in braun".
Dennoch ist der Park auch zu dieser Jahreszeit wegen seiner vielen attraktiven Wanderwege, Campingplätzen, Picknick Areas und Aussichtspunkten ein beliebtes Ausflugsziel.
Und trotz der Klapperschlangen-Warnung bin ich sicher, dass wir hier nicht das letzte Mal gewesen sind!

Donnerstag, Juli 12, 2007

Castro Theatre


Absoluter Klassiker unter allen Kinos San Franciscos ist das 1922 erbaute Castro Theater.
Es ist eines der ältesten und architektonisch schönsten Lichtspielhäuser der Stadt.
Wie zu den Anfängen der laufenden Bilder erhebt sich im Castro zu Beginn jeder Show eine mächtige, alte Wurlitzer Orgel aus dem Boden, auf welcher ein Organist das Castro-Publikum auf das Programm einstimmt.
Gezeigt werden wahre Meisterwerke der Filmkunst, von Klassikern wie der restaurierten Fassung von „Metropolis“, die so beliebten Sing-along-Movies (Filme zum Mitsingen) wie "Grease" oder "Sound of Music" bis hin zu kontroversen und hier in USA nicht so bekannten Filmen wie z.B. Dorris Döries "Der Fischer und seine Frau".
Das Castro Theatre ist auch bekannt für seine ständigen Filmfestivals.
Derzeit findet das "Stummfilm-Festival" statt, welches aber Ende Juli vom "Jewish Film Festival" abgelöst wird.
Und so sahen wir gestern Charlie Chaplins "City Lights" ("Lichter der Großstadt").
Tragisch, tiefgründig, komisch und einfach absolut empfehlenswert!
Zudem ist es ein großartiges Kinoerlebnis diese "besonderen" Filme in einem dermaßen wunderschönen Kino sehen zu können.
Schade, dass nicht mehr von diesen alten Kinos/Schmuckstücken erhalten geblieben sind!

Dienstag, Juli 10, 2007

"Er ist im Heizehaus"

Roland hatte (endlich) ein paar Tage frei - und diese Zeit haben wir u.a. mal wieder zu einem Kinobesuch genutzt!
Von Roland und Josef lang herbei gesehnt und endlich wahr geworden:
Stirb langsam (Die Hard) Teil 4 ist pünktlich zum Independence Day in die Kinos gekommen.
(Soweit ich informiert bin, lief der Film zeitgleich auch in den deutschen Kinos an - was ja aufgrund der Zeitverschiebung noch früher war als hier!
Bruce Willis ist wieder einmal der ungeschlagene Held in diesem - mir ein wenig zu lang erscheinenden - (über 2 Stunden) Baller-Movie.
Leider sind die Bösewichte diesmal keine Deutschen (wie im ersten Teil).
Und somit konnten wir auch keine lustig-falschen Sätze wie: "Er ist im Heizehaus" oder "Hans, schieß DEN Fenster" hören!!!
Da der Film mit PG-13 eingewertet wurde, hatten wir schon die Befürchtung, dass Bruce Willis zudem auch nicht mehr so herrlich fluchen darf, wie in den letzten drei "Die Hard"-Filmen. Aber wir lagen falsch! Das so oft zitierte "Hippikahey Motherf****!" durften wir doch noch hören.
Der Film ist weder eine künstlerische noch eine intellektuelle Herausforderung, aber es muss ja nicht immer "Kunst" sein.
Unterhaltsam ist es allemal!
.
Und: im Castro Theatre (gleich bei uns um die Ecke) werden derzeit wieder herrliche Klassiker gezeigt. Das gibt bestimmt bald wieder einen "wertvolleren" Beitrag!


Die glasierten Äpfel sind hier in USA übrigens nicht zu empfehlen! Statt so einem herrlichen roten Paradies-Apfel habe ich einen mit einer weichen, klebrigen Karamelmasse überzogenen Apfel serviert bekommen.
Nach einigen Bissen landete der Apfel leider in der Tonne, weil ich Angst hatte, sonst recht bald einen Zahnarzt aufsuchen zu müssen.

Dienstag, Juni 26, 2007

We're back


Nach einer längeren Auszeit möchten wir uns hier zurück melden (schließlich gab es auch schon die eine oder andere "Reklamation", wieso sich auf dieser Seite nichts mehr tue!).
Es ist viel passiert: wir waren zu einem kurzen Besuch in München, ein wenig länger in Venedig und sind Anfang Juni wieder nach SF zurück gekommen.
Gleich nach unserer Rückkehr ging es schon wieder äußerst turbulent mit unserer Besucherin Monika weiter.
"Hardcore-Sighseeing" war angesagt: von Alcatraz über die Muir Wodds bis Santa Cruz, bergauf, bergab, in den Süden und in den Norden San Franciscos - nichts war vor uns sicher!
Seit 37 Jahren finder jedes letzte Wochenende im Juni in San Francisco das so genannte "Pride Weekend" statt.
Das komplette Wochenende steht im Zeichen der San Francisco Lesbian, Gay, Bisexual, Transgender Pride Celebration, die zum Ausdruck bringen soll, dass jede Person selbstbewusst zu ihrer sexuellen Identität stehen soll und dass alle Menschen diesbezüglich die gleichen Rechte innehaben sollen.
Vergleichbare Veranstaltungen im deutschsprachigen Raum sind der Christopher Street Day oder die Regenbogenparade.
Höhepunkt dieser dreitätigen Feier ist die sonntägliche, Pride Parade.
Über 2 Stunden ziehen hier die tollsten Drag Queens, die schrägsten Vögel, die verschiedensten politischsten Gruppen und - nicht zu vergessen - die in San Francisco "ewigen Nackerten" vom Embacadero die Market Street entlang, bis hin zum Civic Center, wo dann bis zum späten Abend gefeiert wird.
Hier einige eigene Bilder von der diesjährigen Parade.
Wir freuen uns auf jeden Fall schon auf das Pride-Weekend im kommenden Jahr!

Sonntag, April 29, 2007

Geschmolzener Highway

In der Nacht von Samstag auf Sonntag ereignete sich hier in der Bay Area eine (kleine) Katastrophe.
Ein Lastwagen, vollgeladen mit 8,600 Gallon Benzin, geriet außer Kontrolle.
Er "schrabbte" an der 50 Fuß hohen Rampe entlang, die von der Interstate 80 zur Interstate 880 führt.
Inneralb kürzester Zeit schmolz die Interstate 580 - die sich ÜBER der Interstate 80 befindet - und brach zusammen.
Eine Katastrophe!
Verletzt wurde zum Glück niemand!
Dennoch wird der tägliche (Berufs-)Verkehr nach San Francisco (und zurück) in den nächsten Wochen und Monaten dadurch auf das Massivste beeinträchtigt werden.
Zumindest werden die öffentlichen Verkehrsmittel morgen (und vielleicht auch noch die nächsten Tage - soweit finanzierbar) kostenlos sein.
Für alle Interessierten gibt es hier einen ausführlichen Artikel und die dazu passenden Bilder.

Geburtstags-Picknick



Nach einer Woche "Party" mit unseren Freunden und Bekannten aus England und China war dieses Wochenende vollkommen verschiedenen Picknicks gewidmet.
Zum Glück spielte auch das Wetter mit. Bei sommerlichen Temperaturen, gut gekühltem Bier, einem deftigen Barbeque und Volleyball feierten wir Jamies Geburtstag mit einem Picknick im Golden Gate Park
.

Mittwoch, April 18, 2007

Update

Auf dem Bild sieht man den DJ, der vor unserer beider Wohnungen für gute Musik sorgte.

Dem aufmerksamen Blog-Leser wird schon aufgefallen sein, dass sich unter der Woche bei uns abenteuer-und blog-technisch nicht besonders viel tut.
Das liegt bestimmt auch daran, dass wir inzwischen ziemlich geregelte Tagesabläufe haben.
Umso mehr genießen wir alle zwei Wochen ein langes Wochenende.
Diese Woche waren wir kulturell ziemlich gut unterwegs.
Zum einen sahen wir in dem wunderschönen Castro Theatre den Filmklassiker Who is afraid of Virginia Woolf? aus dem Jahre 1966 mit Elizabeth Taylor und Richard Burton in den Hauptrollen.
Das Castro Theater ist wirklich ein Kinoerlebnis der besonderen Art. Es hat den Charme der 20-er Jahre nicht verloren (ich muss unbedingt bald mal Bilder von diesem herrlichen Kino machen). Neben wunderschönem Art-Deko spielt auch noch ein Organist vor Beginn des Films wunderbar altmodische Kinomusik.
Das im Kino gesehene Drama haben wir dann auch noch gleich zwei Tage später mit einer Theateraufführung des gleichen Stücks im LGolden Gate Theatre vergleichen können. Diesmal glänzte
die wunderbare Kathleen Turner in der Rolle der wütenden Ehegattin Martha.
Und kulturell ging es auch am Freitag weiter.
Von der Vivienne Westwood Ausstellung im de Young Museum, über ein sehr authentisches deutsches (spätes) Mittagessen in der Suppenküche, ging es fröhlich weiter zum nächsten Theaterbesuch.
Dieses Mal hatten wir das Vergnügen einer Lesung von 9 kurzen Theaterstücken im dem kleinen Theater Exit beizuwohnen.
Stuart Bousel ist einer der kreativen Köpfe (und ein Freund aus Kindertagen von unserer Freundin Sarah) dieses Events gewesen. Und ich bin mir ziemlich sicher, dass ich in Zukunft ausführlicher über ihn berichten werde ...
Es war ein sehr interessanter (wir waren noch nie einer solchen Lesung dieser Art) und unglaublich unterhaltsamer Abend, den wir zusammen mit Sarah und Oren bei einem Cocktail im Orbit Room ausklingen ließen.
Aber irgendwann ging uns dann doch die Luft aus und so verbrachten wir einen sehr entspannten, netten Abend auf der Party unserer Nachbarn (die zeitweise auch in unserer Wohnung stattfand), bevor schon wieder eine anstrengde Arbeitswoche ins Haus steht (zumindest bei Roland )
Bilder wie immer hier

Dienstag, April 10, 2007

Ostern

Auch wenn es hier keine Osterfeiertage gibt, so haben wir das (kurze) Osterwochenende mal wieder für einen Ausflug in die Umgebung genutzt.
Mill Valley ist ein kleiner, malerischer Ort am Fuße des Mount Tamalpais. Neben hervorragenden - und sehr romatischen Restaurants (wie z.B. das Piazza D'angelo
- ist Mill Valley auch ein kleines, kulturelles Juwel. Neben dem berühmten Musik-Club "Sweetwater" findet man in Mill Valley zahlreiche, sehr gut sortierte Plattenläden; ein wunderschönes altes Kino und zahlreiche Plakate für demnächst anstehende Theateraufführungen, Konzerte, Vorträge etc.
Weiter über Larkspur und San Anselmo führte uns eine der kurvigsten Bergstraßen die ich je erlebt habe nach Stinson Beach.
In der Sonne liegende und genüßlich grunzende Seelöwen und eine Menge Seevögel (Reiher, Möven etc.) begleiteten unseren Spaziergang an der Küste ...

Dienstag, April 03, 2007

Alcatraz

Alcatraz ist wohl eine der Hauptattraktionen in San Francisco.
Der Name leitet sich von dem Wort Isla de los Alcatraces also „Pelikan-Insel“ ab, da auf diesem rauhen Sandsteinfelsen unzählige dieser Vögel nisten.
Die Insel liegt ca. 2,5 km nördöstlich in der San Francisco Bay.
Als zu Zur Zeit des Goldrausches in Kalifornien die Anzahl der Schiffe in der nebligen Buch stark anstieg, wurde im Jahre 1853 ein Leuchtturm auf der 500 Meter langen und ca. 41 Meter hohen Insel errichtet und kurz darauf eine Befestigungsanlage (Fort Alcatraz), die während des Bürgerkrieges (1861-1865) als Militärgefängnis diente.
Am 1. Januar 1934 wurde Alcatraz zu einem Bundesgefängnis umfunktioniert. Wegen der eiskalten Wassertemperatur in der Bucht und der tückischen Strömung war „The Rock“ (Der Fels) für ein Gefängnis ideal gelegen, da eine Flucht als unmöglich erschien. Die ersten Gefangenen, 53 Häftlinge aus dem Staatsgefängnis in Atlanta, trafen 1934 ein. Alcatraz fungierte bis 1963 als Hochsicherheitsgefängnis, in dem die Gefangenen untergebracht wurden, die in anderen Gefängnissen als unverbesserlich und schwierig eingestuft wurden. Unter ihnen befanden sich so bekannte Gangster wie Al Capone (1934-39), Robert Franklin Stroud (1942-59), Machine Gun Kelly (1934-51) und Alvin "Creepy" Karpis (1936-62). In den drei Jahrzehnten seines Bestehens saßen insgesamt 1576 Häftlinge ein, aber nie mehr als 250 zur gleichen Zeit, obwohl es über 450 Einzelzellen in der Größe von 3 x 1,5 Meter gab. Neben den Häftlingen lebten auch die Gefängniswachen mit ihren Familien auf der Insel; insgesamt rund 300 Zivilisten, darunter 80 Kinder.
Wegen der hohen Betriebskosten und des zunehmenden Verfalls der Anlage durch das Salzwasser, was ständige Instandhaltung der alten Gemäuer notwendig machte, ordnete Justizminister Robert F. Kennedy am 21. März 1963 die Schließung des Gefängnisses an. Seitdem ist die Insel unbewohnt.

Nach der Schließung der Anstalt wurde Alcatraz von Indianern besetzt. Etwa 40 Indianer fuhren nach Alcatraz und hatten verlasen dort ein Angebot, die Insel für 47 Cent pro Acre zu kaufen.
Das war der Preis, den Kalifornien zu dieser Zeit Indianern als Ausgleich für unrechtmäßige Landnahme im vorhergehenden Jahrhundert bot. Die Indianer beriefen sich auf einen Vertrag aus dem Jahre 1868, der jedem Indianer die Nutzung von ehemaligem Bundesgebiet zusagte, falls dieses nicht mehr gebraucht würde. Die Indians of All Tribes (Indianer aller Stämme), eine Gruppe junger Indianer, besetzte seit dem 20. November 1969 die Insel auf der gleichen Grundlage. In den folgenden Monaten gab es ein großes Presse-Echo und einigen Zulauf von Leuten, die zur Unterstützung einige Tage bis Monate nach Alcatraz kamen. Im Frühsommer 1971 beschloss die US-amerikanische Regierung die Insel gewaltsam zu räumen. Der Zeitpunkt schien günstig, weil laut Berichten zur Zeit nur elf bis 15 Indianer auf der Insel ausharrten, aber vermutlich mit dem Einsetzen der Ferien wieder Zulauf von Studenten bekommen würden. Am 11. Juni 1971 riegelte die Küstenwache die Insel ab und etwa 30 FBI-Agenten verbrachten die verbliebenen indianischen Aktivisten, ohne auf Widerstand zu stoßen, aufs Festland.

Obwohl die Insel seit 1973 für Führungen freigegeben ist, hat man die Gebäude nur notdürftig instand gesetzt.
Ein Besuch der Insel ist allein schon wegen der faszinieren Flora und Fauna sehenswert. Die Hauptattraktion ist aber natürlich die Gefängnisanlage, die durch eine wirklich toll gemachte 45-minütige Audio Tour zu einem unvergesslichen Erlebnis wird.
Unser Besuch auf der Insel